Samstag, 21. März 2015

aus der Fototasche - Canon PowerShot SX230 HS

...die immer dabei...

Vor ein paar Jahren habe ich zu meinem Geburtstag die Canon PowerShot SX230 HS geschenkt bekommen. Seit dem ist sie die "immer dabei" Kamera die in meiner Umhängetasche schon fast festgewachsen ist.


Hier mal die technischen Daten...
  • HS-System (12,1 Megapixel)
  • 28-mm-Weitwinkelobjektiv mit 14fach optischem Zoom, optischer Bildstabilisator
  • GPS
  • Full HD mit optischem Zoom, optischer Dynamik-Bildstabilisator
  • Großes 7,5 cm (3,0") PureColor II G LCD
  • Manuelle Steuerung
Sensor:
Der verbaute Sensor ist bauartbedingt wirklich winzig. Im Vergleich zum KB-Format ist der Cropfaktor 2,3. Die Kamera macht Bilder im Seitenverhältnis 3:4 (max. 4.000 x 3.000 Pixel), man kann aber über die Einstellungen andere Formate definieren (2:3 / 16:9 / 1:1).
Die Kamera zeichnet lediglich JPG-Bilder auf. Die Bildqualität ist okay - aber das RAW-Format wäre mir lieber.

Zommbereich:
14fach-Zoom von 28mm bis 392mm (umgerechnet auf Kleinbild) ist schon sehr nett.


GPS-Funktion:
Damit kann man nicht nur die Bilder geotaggen sondern auch einen Track aufzeichnen lassen. Leider dauert der GPS-Fix doch eine ganze Weile, sodass man in spontanen Situationen in der Regel keine GPS-Daten zur Verfügung hat. Der GPS-Empfänger ist nicht der Selbe, wie die die in modernen Smartphones verbaut sind. Deswegen ist der GPS-Fix etwas schwieriger. Alternativ könnte man die GPS-Funktion dauernd aktivieren, und dann einen Track aufzeichnen. Dann hat man für jedes Foto (auch spontan) die GPS-Daten verfügbar.
Das funktioniert trotzdem auf Wanderungen sehr gut (freies Gelände), aber in der Stadt, zwischen den ganzen hohen Häusern, ist der Empfang nicht sichergestellt, sodass man in der Stadt die GPS-Funktion in der Regel vergessen kann. So weit, so mittelprächtig. Das Einzige was dem Ganzen aber wirklich im Weg steht ist der verbaute Akku - dieser ist nicht der Stärkste und würde innerhalb eines Tages konsequent von der GPS-Funktion leer gesaugt werden. Deswegen habe ich die Funktion eigentlich nie aktiv. Schade, ich würde das schon gern verwenden.

Video:
Ich nutze die Kamera recht gern, wenn ich ein Video (z. B. für YouTube) erstelle. Ton spielt dann nie eine Rolle. Das wäre nämlich sonst ein k.o. Kriterium weil das verbaute Mikrofon ist nicht besonders toll und ein externes kann nicht angeschlossen werden.

Display:
Das verbaute Display ist recht übersichtlich und groß. Das Seitenformat ist mit 16:9 recht merkwürdig. Vor allem im Fotomodus, wenn man im Format 2:3 oder 4:3 fotografiert, hat man immer einen schwarzen Rand. Trotzdem ist das nicht wirklich schlecht, da jeweils rechts und links am Rand die Einstellungen angezeigt und bearbeitet werden. Somit wird dieser "tote Bereich" trotzdem gut genutzt.
Da die SX230 HS keinen eingebauten Sucher hat und man auch keinen elektronischen Sucher anbauen kann wird das Display immer gebraucht und ist somit eingeschalten. In Verbindung mit dem recht schwachen Akku (siehe GPS) ist das Display der größte Stromfresser den man aber nicht abschalten kann.


Steuerung:
Schön finde ich, dass die Kamera die Kreativprogramme P, Tv, Av und M verbaut hat die ich von den DSLRs kenne. Ich nutze fast ausschließlich die manuelle Steuerung, die sehr gut funktioniert - könnte aber auch die Automatikprogramm bei Bedarf nutzen.


Hier noch ein paar Bilder der letzten Tage die ich mit der Kamera aufgenommen habe.
Sonnenaufgang - auf dem Weg zur S-Bahn

Sonnenaufgang - Blick aus dem Büro


Fazit:
An sich ist die Canon SX230 HS eine tolle Kamera. Aber für mich gibt es immer ein paar Punkte die mir als ambitionierter Fotograf nicht gänzlich glücklich machen. Da wäre zum einen der winzige Sensor, mit dem ich in jedem Bild schon das Rauschen sehe. Als nächsten Punkt hätte ich da den winzigen Akku in Verbindung mit dem stromfressenden Display welches man nicht abschalten kann oder die GPS-Funktion die zusätzlich Strom fressen. Aber der für mich größte Nachteil ist das die Kamera nur 8 Bit JPG und kein 14 Bit RAW speichert. Jedes Bild aus der Kamera kann ich nicht "wie gewohnt" bearbeiten und das stinkt mir... 

Aber was soll ich jetzt machen? Die Canon EOS M3 würde mir schon sehr gut gefallen. Diese hätte einen größeren Sensor, ein Schwenkdisplay, hat WLAN, man kann einen optionalen elektronischen Sucher anbauen und, viel wichtiger, ich hätte mein geliebtes 14 Bit RAW-Format.
Verlieren würde ich auf jeden Fall den großen Zoombereich hätte dafür aber die Vielfalt der Wechselobjektive.

Was meint ihr...?

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