Sonntag, 1. Februar 2015

Datensicherung

...mein Weg...

Für uns digitalen Fotografen ist das Thema Datensicherung so essenziell geworden, dass wir uns mit dem Thema schon sehr genau auseinandersetzen sollten. Ich selbst hatte zwar noch nie einen Datenverlust, aber ich kenne ein paar Leute die schon schlechte Erfahrungen gesammelt haben, weil sie entweder gar nicht oder nur sehr unregelmäßig ihre Daten gesichert haben.
Nachdem ich letztens nach meiner Art der Datensicherung gefragt wurde möchte ich diesen Post nutzen um meinen Weg zu beschreiben.

Meine Datensicherung basiert auf einer Strategie mit mehreren Ebenen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das hört sich jetzt kompliziert an ist aber eigentlich gar nicht so schlimm.

Aber erstmal möchte ich auf meine PC-Konfiguration eingehen. Diese ist von Haus aus auf die Möglichkeit ausgelegt die Datensicherung so einfach wie möglich zu machen. Deswegen habe ich die einzelnen Platten nach Inhalt
  • C-Platte (Samsung SSD 512GB)
    Auf der C-Platte liegen nur Programme aber keine Dateien. Alle Bilder, Videos, Musik und sonstige Dateien liegen auf anderen Festplatten. Deswegen wird diese Platte nicht gesichert. Alle Programme kann ich mit etwas Aufwand jederzeit wieder installieren. 
  • D-Platte (Western Digital Caviar Green 2TB)
    Auf der D-Platte liegen Daten wie Word und Excel Dateien, Programmdateien wie die jährlichen Steuererklärungen sowie die „alten Bilder“
  • F-Platte (Western Digital Velociraptor 1TB)
    Auf dieser Platte liegt der Lightroomkatalog und die „aktuellen Bilder“ (ca. ein Jahr).
  • I-Platte (Western Digital Caviar Green 2TB)
    Auf dieser Platte liegt mein i-tunes Katalog inkl aller Musik- und Video-Dateien.
  • S-Platte (Western Digital Caviar Green 4TB)
    Diese Platte ist die interne Sicherungsfestplatte.
Jetzt werden einige von euch sagen, dass 2TB+1TB+2TB etwas mehr als die 4TB der Sicherungsplatte sind - aber so lange die Summe der Daten auf den einzelnen Platten weniger als 4TB sind ist alles gut.

Software
Software für Datensicherungen gibt es wie Sand am Meer. Viele davon sind kostenpflichtig und versprechend die automatische Datensicherung und bieten nebenbei noch eine Menge anderer Funktionen. Ich habe vor vielen Jahren auch mal eine solche Software ausprobiert und habe festgestellt, dass das zwar funktionierte ich aber diese ganzen Zusatzfunktionen gar nicht nutze. Irgendwann bin ich dann im Internet auf die Software „SyncBackFree“ aufmerksam geworden. Diese Software gibt es in einer kostenfreien Version die alle Funktionen bietet, die ich brauche. Warum also für etwas zahlen, wenn es eine Freeware seit Jahren zuverlässig erledigt.

Sicherungsstrategie
  1. Sicherungsebene - intern
  2. Täglich läuft um 19:00 Uhr ein Sicherungsprofil innerhalb von SyncBack welches die Platte D, F und I auf die Festplatte S spiegelt. Hierfür habe ich auf der S-Platte für jede zu sichernde Platte einen Ordner erstellt der die Daten pro Platte aufnimmt.
  3. Sicherungsebene – extern
  4. Jeden 1. im Monat habe ich mir einen Termin eingestellt, dass ich eine externe Datensicherung machen soll. Hierfür nutze ich eine externe 4TB Festplatte in einem Gehäuse. Darauf wird eine komplette Sicherung aller drei Platten aufgespielt. So habe ich alle Daten einmal außerhalb des PC gesichert.
  5. Sicherungsebene – außer Haus
  6. Als zusätzliche außer Haus Sicherung nehme ich die Festplatte für die externe Sicherung beim nächsten Besuch mit zu meinen Schwiegereltern. Dort liegt eine baugleiche Festplatte vom letzten Besuch die ich wieder mit nach Hause nehme.

Ich habe also eine tägliche interne Sicherung. Sollte eine Festplatte ausfallen kann ich damit zumindest weiter arbeiten. Ich habe eine monatliche externe Sicherung für den Fall, dass der PC zerstört wird (Blitzschlag, Kurzschluss, Dummheit oder was weiß ich) und zusätzlich habe eine unregelmäßige außer Haus Sicherung für den Fall, dass die Wohnung abbrennt. Klar ist, dass ich mit jeder Ebene mehr Daten verliere.


Puh – ein ganz schöner Aufwand. Aber so denke ich ist der mögliche Datenverlust geringst möglich bzw. gerade noch verkraftbar. Wenn ihr die Sicherungen häufiger als ich macht, dann verringert sich der mögliche Datenverlust immer mehr.

Wie macht ihr das mit der Datensicherung? Welche Strategie verfolgt ihr? We findet ihr meine Strategie? Schreibt mir eure Meinung in den Kommentaren.

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