Mittwoch, 1. Oktober 2014

Langzeitbelichtungen und Wasser

...das rechte Maß finden...

Im Urlaub hatte ich ja mit Langzeitbelichtungen gespielt. Die Ergebnisse gefielen mir so sehr, dass ich auch hier vor Ort mit der Technik spielen wollte.

Ich bin also an einem regnerischen Tag losgezogen. Ich habe meine Ausrüstung genommen, habe die Gummistiefel angezogen und bin einen Bach hochgelaufen. Dabei habe ich sowohl mit dem Grau- als auch mit dem Polfilter gearbeitet.

Während der Graufilter lediglich die Belichtungszeit verlängert kann man mit dem Polfilter die Reflexionen auf den feuchten Steinen und Blättern abmildern bzw. komplett entfernen.

Je nachdem wie lange man belichtet erzeugt man entweder fließendes Wasser oder aber auch eine Nebelsuppe. Es kommt darauf an, was man möchte. Der Graufilter kann bereits zu viel Licht weg nehmen, sodass keine Strukturen mehr im Wasser zu erkennen sind. Aber eventuell ist es ja genau das was euch gefällt...?

Ahornblatt - extra hingelegt
mit Polfilter belichtet - noch Fließstrukturen im Wasser erkennbar

selbe Position - nur mit anderem Blatt

auch Querformat wirkt ganz spannend

hier war es recht dunkel, sodass mit dem Polfilter bereits 4 Sekunden Belichtungszeit heraus kam

kleiner Wasserfall
1000er Graufilter und 30 Sekunden Belichtungszeit

gleicher Wasserfall nur etwas weiter weg
diesmal aber nur mit dem Polfilter
seht ihr den Unterschied???

kleines herbstliches Nebenprodukt

"So weit so gut" - dachte ich mir. Nach ca. 1 1/2 Stunden durchs Wasser stapfen und immer wieder mal eine kleine Dusche von oben, hatte ich keine Lust mehr und habe meine Ausrüstung zusammengepackt. Dabei ist mir ein Missgeschick passiert. Beim wechseln vom Polfilter ist mir dieser aus den kalten Fingern geflutscht und einen Hang hintergerollt. 


Ich habe dann noch einmal ca. eine Stunde damit verbracht den guten Heliopan Polfilter zu suchen - gefunden habe ich ihn aber nicht mehr...

Hier ein kleiner Aufruf in eigener Sache an die Leute von Heliopan - ich könnte einen Neuen brauchen ;-)

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