Dienstag, 21. Oktober 2014

aus der Fototasche - Sirui P-424 & L-10

...Einbeinstativ...

Das Sirui P-424 Einbeinstativ benutze ich nun schon ein paar Wochen und möchte nun auch etwas dazu schreiben.


Technische Daten:
  • Material: Carbon (Stativ), Aluminium (Kopf)
  • Höhe Stativ mit Kopf: 64 - 179cm
  • Gewicht: 1kg - Belastbarkeit: 18kg
  • L-10 Neigekopf ist Arca-Swiss kompatibel
  • Mit Schnellwechselplatte
Das ist mein erstes Stativ aus Carbon. Diesen Werkstoff finde ich einerseits durch seine Eigenschaften interessant und andererseits wiederum nicht. Was mir sofort positiv aufgefallen ist, ist das Gewicht des Einbeinstativs. Mit dem Neigekopf komme ich auf ca. 1 kg Eigengewicht. Das kommt mir beim tragen der Ausrüstung doch sehr entgegen. Bedenklich finde ich die Tatsache, dass es sich um Kunststoff handelt. Denn wenn ich in Richtung Winter denke finde ich die Eigenschaften von Kunststoff gar nicht mehr so toll.

Aber warum habe ich mich denn nun für dieses Einbeinstaiv entschieden?

Ich war auf der Suche nach einem Einbeinstativ dass mein geliebtes Teletammi mit Kamera gut halten kann und gleichzeitig hoch genug ausgezogen werden kann, dass auch ich im stehen durch den Sucher der Kamera blicken kann. Es war also die Auszugshöhe von 179 cm und das max. Gewicht das getragen werden kann, welche mich die Entscheidung treffen ließen. Im nachhinein bin ich mit dem Sirui P-424 doch sehr glücklich.

Ich habe das Einbeistativ im Paket mit dem Neigekopf Sirui L-10 gekauft und konnte somit ca. 30,- Euro, im Vergleich zum Einzelkauf, sparen.


Die Investition in einen passenden Kopf fand ich von Anfang an sehr sinnvoll, nur wollte ich keinen Kugelkopf verwenden. Die Gefahr, dass das Objektiv samt Kamera ungewollt seitlich wegsacken war mir zu hoch. Mit diesem Neigekopf kann man nur nach vorne und nach hinten kippen, ein seitliches wegsacken ist Bauartbedingt unmöglich.

Sehr gut finde ich den Sporn, der die Kameraplatte sichert. Das ist eine sinnvolle und gute Lösung. Über einen kleinen roten Stift kann man den Sporn versenken und die Kameraplatte samt Objektiv aus der Schwalbenschwanzführung (ARCA Standard) herausgleiten lassen.

Aber nach den ersten Einsätzen im Urlaub habe ich festgestellt, dass der Neigekopf doch nicht ganz perfekt ist. Die Schwalbenschwanzklemmung erfolgt über ein kleines Rändelrad an der Seite. Auf der selben Seite ist auch das große Rändelrad angebracht mit dem man den Neigemechanismus klemmt.
Vielleicht liegt es auch nur an mir, aber die Positionierung direkt übereinander störte mich bei der Bedienung. Immer wieder kam ich beim verdrehen des großen Rändelrades an das Kleine.

OK, es ist nichts passiert, aber es störte mich. Deswegen habe ich mich an einen Umbau gewagt. Ich dachte mir, dass ich die obere Klemmplatte auch um 180 Grad gedreht auf dem Neigekopf montieren könnte. Also habe ich mein Werkzeug geholt und wollte die Schraube in der Klemmplattenbasis lösen.

die Ausgangssituation

Nur haben die Kollegen, die das zusammengebaut haben, mit Schraubenkleber nicht gespart. Mit einem Hebel und viel Kraftaufwand konnte ich die Schraube aber lösen und den Klemmung abnehmen

zerlegt

Wie ich bereits vermutet hatte, war ein um 180 Grad gedrehter Aufbau möglich.

um 180 Grad gedrehte Klemmplatte

Nun wieder alles zusammenschrauben und hier das fertige Ergebnis...

fertig

So, ich denke, nun ist der Kopf so wie ich ihn brauche. Meinen Fingern kommt nun nichts mehr in den Weg.

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