Sonntag, 3. August 2014

Sonnenaufgang am Sylvensteinspeicher

...ist das nicht schön...

Bereits um 3:30 Uhr klingelte am Samstag der Wecker. Grund dafür war, dass ich mit drei befreundeten Fotografen den Sonnenaufgang am Sylvensteinspeicher fotografieren wollte. Da vor Ort die Sonne um diese Jahreszeit gegen 5:30 Uhr auf geht mussten wir spätestens gegen 4:30 Uhr in München los.
Um 4:00 Uhr war ich beim Thomas der die Gruppe an diesem Tag chauffierte (danke dafür) und zusammen machten wir uns auf den Weg die anderen Beiden, Andi und Dorothe, abzuholen.

Pünkltlich um 5:10 Uhr waren wir am Parkplatz und konnten in Ruhe die Ausrüstung aufbauen. Der gewünschte Nebel über dem Wasser war nicht da (die Nacht war zu warm), dafür aber hatten wir leichte Bewölkung am Himmel. Das waren, bis auf den fehlenden Nebel, perfekte Voraussetzungen zu sein.
Zusätzlich lag auf dem Kiesstand ein Ruderboot. Dieses habe ich dann in mein Bildkomposition mit eingebaut.

Pünktlich um 5:25 Uhr begann das Schauspiel. Die ersten Wolken wurden von der aufgehenden Sonne von unten rot beschienen. Ich verwendete für die ersten Bilder meinen Polfilter um die Spielungen im Wasser zu optimieren. So machte ich meine ersten Bilder - dieses ist eines davon...


In Lightroom habe ich die Tiefen, Lichter, Klarheit und Dynamik bearbeitet und das Bild geschärft. Anschließend habe ich in Photoshop noch den fehlenden Nebel über dem Wasser eingebaut, Aufkleber und Schrift am Boot entfernt, eine ausgebrannte Stelle am Horizont repariert und einige Sensorflecken entfernt. In Lightroom noch eine Vignette eingebaut und fertig ist das Bild.

Für die nächsten Bilder habe ich den Kamerastandort geändert. Ich habe die Kamera ganz nah ans Wasser gestellt und die Position weit nach unten gesetzt. Zusätzlich habe ich den Polfilter durch meinen Graufilter getauscht (mit dem XUME-Filter-Adapter ging das super einfach und schnell). Nun ergaben sich viel längere Belichtungszeiten. Aus meinen 25 Sekunden im oberen Bild wurden dann, während es immer heller wurde, sechs Minuten Belichtungszeit. Da die Wolken von einem lechten Wind bewegt wurden, ergab sich auf dem fertigen Bild diese geniale, dynamische Stimmung.

Auch hier wurden in Lightroom die Tiefen, Lichter, Klarheit und Dynamik bearbeitet und das Bild geschärft. Zusätzlich habe ich es mit dem Beschneiden-Werkzeug gerade gerückt und die Sättigung und Luminanz von organge, blau und lila bearbeitet.

Kurz darauf war das Farbenspiel auch schon vorbei. Wir warteten noch bis die Sonne über die Berge kam um den Sonnenstern zu fotografieren. Hier verwendete ich wieder nur den Polfilter um die Spielungen im Wasser zu optimieren...


Auch hier wurden in Lightroom die Tiefen, Lichter, Klarheit und Dynamik bearbeitet und das Bild geschärft. Auch dieses Bild musste mit dem Beschneiden-Werkzeug gerade gerückt werden. Zusätlich habe ich mit der Teiltonung das Bild so bearbeitet, dass die Lichter blau und die Tiefen grün gesättigt werden. Aus Spaß habe ich noch eine weitere Version dieses Bildes mit gelb gesättigten Lichtern erstellt. Beide Versionen finde ich klasse, kann mich aber zwischen ihnen nicht entscheiden...


Auch wenn das sehr frühe Aufstehen echt schwer gefallen ist, finde ich, wenn ich die Bildergebnisse mir anschaue, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat. Ich freue mich schon auf die nächste gemeinsame Aktion...