Mittwoch, 7. Mai 2014

Sensorreinigung

...das ging fast nach hinten los...

Hin und wieder passiert es, dass sich auf dem Sensor Staub anlagert. Das kann durch Abrieb vom Linsenwechsel oder durch Staub in der Umgebung der während des Wechselns des Objektivs in die Kamera kommt.

Nun stört der Staub nicht immer bei jedem Foto, aber wenn man häufig Makro fotografiert werden die "Staubflecken" immer präsenter. Einige Zeit kommt man dann noch mithilfe der Bildbearbeitung recht gut zurecht indem man die einzelnen Staubflecken wegstempelt. In Lightroom gibt es dafür ein sehr gutes Werkzeug - der Kopierstempel. Irgendwann wird die Wegstempelarbeit aber lästig und dauert immer länger.
An einem solchen Punkt war ich Mitte April auch. Ich hatte einige Staubpartikel auf dem Sensor die bei jedem Foto gestört haben.

oben rechts über der Blüte der deutlich sichtbare Schmutzpartikel
weitere sind im Bild verteilt aber nicht so auffällig

  • Als Erstes versuchte ich es mit der in der Kamera eingebauten Staubentfernungsfunktion. Doch das brachte nichts.
  • Mein zweiter Schritt war mit dem Blasebalg den Staub herunterzublasen. Das brachte zwar bei einigen Stellen Besserung aber andere Stellen waren davon völlig unbeeindruckt.
  • Ich versuchte in meinem dritten Schritt die Nassreinigung des Sensors. Hierfür hatte ich mir vor einiger Zeit dieses Reinigungsset angeschafft und auch schon zwei Reinigungen erfolgreich durchgeführt.

    für KB und für Crop-Sensoren gibt es unterschiedlich große Swabs

    schleichende Verteuerung
    In meinem Set waren noch fünf Swabs in der Verpackung zum selben Preis!

    Durch meine vorherigen Erfahrungen mit dieser Technik motiviert war ich guter Dinge und habe meinen letzten Swab (die anderen vier gingen in den vorherigen Reinigungen drauf) genommen, mit der Reinigungsflüssigkeit befeuchtet und bin über den Sensor gefahren.
    OK - Sensor ist nun nass - wie bekomm ich das nun wieder trocken? Einen trockenen unbenutzten Swab hatte ich ja nicht mehr...
    Ich entschied mich dazu, die Flüssigkeit trocknen zu lassen und hoffte darauf, dass diese rückstandsfrei verdunstet.
    Nach dem trocknen habe ich ein paar Bilder gemacht und so sahen dann die Bilder aus - ich bin fast vom Stuhl gefallen...!

    so sah der Sensor nach der Nassreinigung aus...

Tja, was macht man dann?
  • Mein vierter Schritt ging dann zum Profi. Ich habe die Kamera bei Foto-Dinkel, dem CPS-Vertreter in München, zur Sensorreinigung abgegeben. Die hauseigene Reinigung mit 24 Stunden Service kostet 49,- Euro - das ist nicht wenig, aber in Ordnung wenn es dann passt.
    Am nächsten Tag bin ich dann wieder beim Dinkel an der Theke gestanden und habe nach meiner Kamera gefragt. Der nette Servicetechniker kam dann gleich und fragte mich, was ich mit dem Sensor gemacht habe.
    Oh oh - Hmm - peinlich! 
    Er sagte mir, dass er den meisten Dreck wegbekommen hätte, aber immer noch zwei Schmutzpartikel (oder was auch immer) in den oberen beiden Ecken kleben die er nicht wegbekommt. Dafür, dass er den Sensor aber nicht sauber gebracht hat, verlangt er die 49,- Euro nicht. Sehr nett von der Firma Dinkel!
Ich dachte mir so - MIST - was habe ich da gemacht?

Ich bat darum die Kamera zu Canonservice zum Check & Clean einzuschicken. Was auch problemlos klappte.
  • Das war dann auch mein fünfter Versuch. Nach knapp zwei Wochen (eine Woche wegen urlaubsbedingter Abwesenheit des Dinkel-Sachbearbeiters) ist die Kamera nun seit Montag wieder bei mir.

    ausgeführte Arbeiten:
    CCD- und Okularreinigung, Firmwareupdate überprüft und Auslösungen ausgelesen.
    Kosten: 0,00 Euro - Garantiereparatur
So, nun habe ich einen sauberen Sensor und habe durch das Entgegenkommen von Dinkel und Canon nichts dafür bezahlt. Da sage ich doch noch einmal fett

MERCI!!!

Jetzt kann ich wieder mit meinem großen Baby fotografieren gehen.

Fazit:
Die nächste Sensorreinigung lasse ich aber gleich vom Profi machen. Dann habe ich in der Regel am nächsten Tag einen sauberen Sensor.

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