Mittwoch, 14. Mai 2014

aus der Fototasche - Colorspace UDMA2 - Zwischenbericht

...Speicherkarten auslesen für unterwegs...

Am 04.05. habe ich darüber berichtet, dass ich mir den Colorspace UDMA2 mit eingebauter 1.000 GB Festplatte zugelegt habe. Ich möchte mit dem Gerät meine Speicherkarten auslesen, damit ich diese dann wieder leeren und in der Kamera verwenden kann.


Nun habe ich das Gerät schon ein paar Tage in Verwendung sodass ich schon einen "kurzen" Zwischenbericht abgeben möchte...

Der Colorspace UDMA2 ist ein akkubetriebener Kartenleser mit eingebauter Festplatte. Das Gerät liest Daten von CF und SD Speicherkarten. 

Die letzten zwei Wochen habe ich das Gerät getestet. Ich habe alle Speicherkarten konsequent erst auf den Colorspace UDMA2 übertragen und anschließend von dem Gerät nach Lightroom importiert. Im Grunde habe ich versucht einen Urlaub, in dem ich jeden Tag fotografiere nachzustellen.

Software:
Auf dem Colorspace UDMA2 läuft ein einfaches Betriebssystem welches die notwendigen Funktionen wie Speicherkarten kopieren, Datenbackup, -wiederherstellung, -verwaltung, Bildbetrachtung und sogar Slideshows unterstützt. Mein Gerät wurde mit der aktuellsten Firmware 35 ausgeliefert. Es möglich, neue Versionen der Firmware nachzuinstallieren. Der Verkäufer bei Amazon informiert seine Kunden (das habe ich den Kommentaren bei Amazon entnommen - ich habe keine eigene Erfahrung!) sobald eine neue Firmware verfügbar ist.

Lieferumfang:
Hierzu habe ich bereits in meinem ersten Post etwas geschrieben. Aber der Vollständigkeit halber...
  • Hyperdrive Colorspace UDMA2
  • 1 TB Samsung ST1000LM024 Momentus (verbaut)
  • inkl. WiFi Adapter 802.11b/g/n
  • Neoprentasche für den UDMA2 (kein Platz für den WiFi-Adapter oder sonstiges Zubehör)
  • Netzteil
  • USB-Kabel (um die Daten auf den PC auszulesen)
  • kleiner Schraubendreher (zum Austausch von Akku oder Festplatte)
  • Handbuch
Bis auf den optional erhältlichen USB-OTG-Adapter ist der Lieferumfang recht ordentlich. Die verbaute Festplatte habe ich ein paar Tage verwendet und mich dann dazu entschlossen diese gegen eine SSD auszutauschen. Grund hierfür ist der Stromverbrauch und die beweglichen Teile der Festplatte. Ich habe Bedenken, dass ich durch den mobilen Einsatz die Festplatte beschädige und dann die Daten nicht mehr lesbar sind.
Ich weiß nicht wie begründet diese Bedenken sind - aber die SSD hatte ich noch über und mit der SSD fühle ich mich sicherer als mit der Festplatte bei der man im Betrieb die drehen Teile spührt...

Der Umbau:
Der Umbau ist super simpel. Schnell, mit dem im Lieferumfang beiliegenden Schraubendreher, die zwei Schrauben gelöst und die Rückplatte abgenommen...

Nun hat man freien Zugang auf die Festplatte und den Akku.


Festplatte rausgenommen.

SSD eingebaut


Dadurch, dass man sich bei der Konstruktion an den S-ATA Standard gehalten hat ist die Kompatibilität sichergestellt.

Aber bringt der Wechsel auch einen Geschwindigkeitsvorteil? Immerhin sind die SSDs ja dafür berühmt.
Hierfür habe ich dieselbe Speicherkarte mit 1,40 GB Daten einmal auf die HDD und nach dem Umbau auf die SSD importiert. Nebenbei habe ich je ein Video aufgezeichnet.

Import einer Speicherkarte auf die HDD

Import der selben Speicherkarte auf die SSD

Fazit - HDD gegen SSD:
Schneller läuft der Import nicht. Dieser dauert genauso lange wie bei der HDD. Der Wechsel zur SSD bringt aber eine Energieersparnis und, dadurch, dass sich keine Teile mehr bewegen, eine zusätzliche Datensicherheit. (Einbildung?)

Der Akku:
Der verbaute Akku hat die Bezeichnung ICR18650-26FM Samsung SDIEM TDT4. Diesen Typen kan man bei eBay für günstiges Geld kaufen. Einen Link poste ich ganz unten.
Die erste Zeit verwendete ich das Gerät mit der HDD. Hier war der Stromverbrauch größer als später mit der SSD. Ich kann es mir nur so erklären, dass die HDD mehr Strom gezogen hat als die SSD es jetzt tut.
Auf den verwendeten Platten stehen folgende Werte...
  • HDD - DC +5V 0,85A
  • SSD - DC +5V 1,5A
Das wäre, wenn ich mich an meinen Physikunterricht erinnere, sogar ein Mehrverbrauch für die SSD. Trotzdem hält der Akku viel länger! Ich habe nun auf die SSD 16 Mal Speicherkarten mit in Summe über 88 GB Daten importiert. Die Akkuanzeige steht aber immer noch auf dreiviertel voll. Geschätzt gehe ich von einer Dauerbetriebsdauer von ca. 3 Stunden aus. Da der Import einer 4GB CF-Karte ca. 2 1/2 bis 3 Minuten dauert könnte man mit einer Akkuladung dann ca. 200 bis 240 GB Daten auf das Gerät saugen (vorausgesetzt man nutzt die anderen Funktionen wie Bildansicht, Diashow und WLAN nicht). Das finde ich schon enorm viel...!

WLAN:
Wer es braucht kann damit glücklich werden - ich sehe darin keinen wirklichen Nutzen.
Das Einrichten funktioniert problemlos. Man steckt den WiFi-Adapter seitlich in das Gerät ein, geht im Menü auf WiFi und dann wird ein HotSpot aufgemacht. Auf diesen HotSpot kann man sich per Smartgerät einwählen und dann mit einer App die Daten auf dem Gerät anschauen und auch auf das Smartgerät kopieren. Schön wäre es, wenn man die Daten auf eine WLAN-Festplatte (zum Beispiel die Intenso Memory2Move) übertragen könnte - aber ich kann von dem Colorspace aus keine Verbindung aufbauen die im Filemanager des Colorspace als Speicherpfad aufgelistet wird.
Aus meiner Sicht ist die WLAN-Funktion nett aber unnötig. Aus diesem Grund nutze ich die Funktion auch nicht.

Recovery:
Die Recovery-Funktion ist dafür gedacht, aus versehen gelöschte Daten (Bilder und Videos) wiederherzustellen. Hierfür habe ich in einem Test meine 32GB CF-Karte eingelegt und die Funktion gestartet. Erstaunlicher Weise wurden sogar drei Monate alte Bilder wiederhergestellt. Die Karte wurde immer genutzt und nach einem Übertrag auch in der Kamera formatiert. Trotzdem waren danach 2.768 Bilder aus unterschiedlichen Sessions auf der Platte. Die Bilder des letzten Shooting war komplett wiederhergestellt. Gleichzeitig wurden Bilder aus älteren Shootings nur in Teilen. Aber es geht ja auch um die Daten des letzten Shooting die aus versehen gelöscht wurden.
Die Funktion arbeitet generell langsamer als die Import-Funktion. Geschwindigkeiten von ca. 5-7 MB/s werden auf dem Display angezeigt. Bei meiner 32GB Karte war das Gerät gute 1 1/2 Stunden beschäftigt. Dies zehrt sehr am Akku, sodass man das Netzkabel in Reichweite haben sollte...

Das Menü:
Das ist übersichtlich und einfach aufgebaut. Das Gerät startet mit dem Importeintrag (wie im Video bereits gesehen).



Dann kommt der Eintrag "Photo". Ist auch klar, was man hier machen kann...

Man bekommt das Dateisystem angezeigt und navigiert sich in den Ordner den man anschauen möchte.


Vorschau der Bilder im gewählten Ordner

Vorschau der Bilder im gewählten Ordner

Detailansicht eines Bildes mit EXIF-Daten und Histogramm

Man kann in sechs Stufen (25%, 33%, 50%, 66%, 100% und 150%) in ein Bild hineinzoomen.

die rote Markierung zeigt an, dass die Daten noch geladen werden

die grüne Markierung zeigt an, dass die Daten geladen wurden





150% Zoom - wie Sinnvoll ist das? Digitalzoom bringt doch gar nichts...

Optionen in der Bildansicht

Optionen in der Bildansicht

Optionen in der Bildansicht

Optionen in der Bildansicht
Slideshow - das ist eine der fraglichen Funktionen

Settings:
Das Menü ist umfangreich und bietet eine Menge Einstellmöglichkeiten. Hier lasse ich wieder Bilder sprechen.





Bildunterschrift hinzufügen























Fazit:
Der Colorspace UDMA2 ist das Gerät das ich gesucht habe. Es speichert die Daten von SD und CF Karten, läuft autark und bietet, für die die es brauchen, eine Vorschau der Bilder und eine WiFi-Funktion. Dass man den USB-Hub extra kaufen muss dämpft etwas das Gesamtbild. Ich frage mich, warum wurde bei dem Gerät noch kein schnellerer S-ATA III Controller und noch keine USB 3.0 Schnittstelle verbaut? Man könnte sich jetzt noch über den Preis für das Gerät auslassen, aber mangels Alternativen bleibt einem ja nur noch ein Netbook oder Laptop übrig.
OK, das Gerät macht was es machen soll. Die technischen Fakten kannte ich schon vor dem Kauf. Deswegen kann ich das auch nicht negativ bewerten. Ich würde es mir noch einmal kaufen - dann aber ohne verbaute Festplatte. Ich würde mir dann gleich eine SSD-Festplatte einbauen, da diese weniger Strom verbraucht und das Gerät dann, weil keine drehenden Teile verbaut sind, wirklich mobil und erschütterungsresistent ist.

Ich hoffe auf einen modernisierten Nachfolger mit S-ATA III, USB 3.0, integrierter USB-Host-Funktion und längerer Akkulaufzeit. Bis dahin bleibt der UDMA2 bei mir.

Links: