Montag, 30. Oktober 2017

Canon PowerShot G1 X Mark III

...wäre das was...

Bei der ganzen Planerei zu meiner Alpenüberquerung fand ich zufällig im Internet die Neuvorstellung der Canon PowerShot G1 X Mark III. Eigentlich würde mich diese Kameraserie nicht interessieren - aber jetzt suche ich ja gerade nach etwas kompaktem. Die PowerShot G-Serie ist mir sogar gut bekannt. Meine erste ernstzunehmende Digitalkamera war vor ca. 15 Jahren eine PowerShot G2 mit sage und schreibe 4 MP.


Seit dem hat sich einiges getan - nicht nur am Design...


Hier mal die Eckdaten die die Kamera für mich so interessant machen.
Kleiner Body, integriertes Objektiv, 24 MP Dual-Pixel APS-C Sensor der neuesten Generation, Bildstabilisator, digitaler Sucher, dreh- und schwenkbares Touch-Display, laden per USB und obendrauf noch WLAN, Bluetooth und eine Staub- und spritzwassergeschützte Konstruktion. Das Ganze dann inkl. Akku und Speicherkarte für unter 400 Gramm.

Das gibt es doch gar nicht - da ist ja meine "immer dabei"-Kamera...!


Ist das jetzt wirklich die eierlegende Wollmilchsau oder hat das ganze einen Hacken? Meiner Meinung hat die Sache sogar zwei...

Da wäre zum einen das fest verbaute Objektiv. Der Zoombereich ist mit 15-45mm (das entspricht einem Zoombereich von ca. 24-70mm am Kleinbild) relativ klein und mit f/2.8 im Weitwinkel und f/5.6 im Telebereich ist es auch nicht besonders Lichtstark. Aber hey - ich wollte die Alpenüberquerung mit dem Samyang 12mm f/2.0 machen. Da hätte ich nur diese eine Brennweite gehabt.


Der zweite Hacken ist der aufgerufene Preis. 1.199,- Euro UVP sind nicht wenig Geld. Ich meine damit aber nicht, dass die Kamera das nicht Wert ist - aber für mich ist das einfach zu viel. Wenn sich der Marktpreis bis zu meiner Tour zwischen 900 - 950 Euro eingependelt haben sollte, dann werde ich ganz sicher schwach werden. Bis dahin durchstöbere ich das Netz nach alternativen und warte auf Reviews zur PowerShot G1 X Mark III - eventuell sind meine Bedenken zum Objektiv ja gar nicht berechtigt.

Habt ihr noch Ideen für die perfekte Kamera für meinen Trip? Falls ja, dann schreibt mir bitte eure Empfehlung.

Samstag, 28. Oktober 2017

ein Stativ für die Alpenüberquerung

...Novoflex oder etwas anderes...

Jetzt habe ich mir schon Gedanken zur Kamera und zum Objektiv gemacht. Klar, dass man dann auch früher oder später zum Thema Stativ kommt.

Ich kann mich ja echt nicht beschweren. Was Stative angeht bin ich echt gut aufgestellt! Jetzt ist aber so eine Alpenüberquerung auch keine Kleinigkeit und man möchte natürlich an allem sparen - vor Allem am Gewicht.

Allerdings möchte ich auch nicht im Nachhinein sagen müssen "Ach hättest Du doch...". Also ist für mich ein Stativ für dieses Abenteuer auch ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand.

Mein derzeitiger Plan schaut nun so aus...

Mein TrioBalance mit der Panorama 48 und einer Q-Mount = 740 Gramm - sehe ich als gesetzt.


Alternativ wäre auch der TrioBalance Q 6/8 mit seinen 660 Gramm perfekt für mich...


Diese Stativschulter kann das Gleiche und ist nochmals 80 Gramm leichter. Aber da ich keinen Goldesel in der Garage stehen habe, sind mir die 480 Euro für nur 80 Gramm Ersparnis einfach zu viel.

Als Stativbeine verwende ich meine beiden Novoflex Wanderstecken.


Zusätzlich noch ein Novoflex Bein oder ein dritter Wanderstecken und schon ist das Stativ komplett. Das ganze Stativ (Stativschulter inkl. 3. Bein) würde dann knapp unter einem Kilo wiegen. Ausschauen würde es dann ungefähr so...




Ich habe diese Kombination schon erfolgreich eingesetzt und denke, dass sie für mein großes Abenteuer auch funktionieren wird. Aber trotzdem habe ich auch schon ausschau nach Alternativen gehalten.

Da wäre zum einen das Cullmann Tischstativ MAGNESIT COPTER L CB 4.7. Klar - im Vergleich zum Novoflex ein Witz - aber ich denke, das würde viele Fotos möglich machen und es ist mit seinen ca. 350 Gramm wirklich leicht.


Auch das SIRUI T-025X TRAVELER ULTRALIGHT ist recht interessant. Aber ob ich mir ein komplett neues Stativ kaufen soll, wenn ich doch ein sehr gutes System schon habe...?


Beide Alternativen wären absolute Notlösungen und keine besser als mein Novoflex. Sollte also Novoflex mein Abenteuer unterstützen wollen (hallo hier - ich winke) - meine Wunschliste wäre ein TrioBalance Q 6/8 mit einem Wanderstecken als drittes Bein und zusätzlich noch ein QPL Slim 200 für einzeilige Panoramen. Ich denke auf der Tour wird sich das eine oder andere lohnende Motiv zeigen.

Habt ihr noch irgendwelche Ideen oder Vorschläge für mich? Schreibt es mir in die Kommentare.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

ein Objektiv für die Alpenüberquerung

...Samyang 12mm F2.0...

Für meine Alpenüberquerung suche ich ein kleines leichtes Objektiv welches an der Canon M3 verwendet werden soll.
Auf meiner Recherche bin ich auf das Samyang 12mm F2.0 gestoßen. Ich habe mir die Linse für Tests zukommen lassen und möchte nun auch ein paar Worte dazu schreiben.

Kurz vorab - die Linse hält was sie verspricht. Sie klein, leicht und macht einen wertigen Eindruck und die Brennweite ist sehr interessant für Landschaftsaufnahmen. Doch kann sie auf ganzer Linie überzeugen...?





Allgemeines
Das Fokussieren und die Blendeneinstellung erfolgt manuell. Es gibt keine Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv. Deswegen weiß die Kamera auch nicht welches Objektiv oder ob überhaupt eines aufgesetzt wurde und schreibt in die EXIF-Daten der Bilder auch keine Objektivdaten hinein.

In Lightroom gibt es ein Objektivprofil für die Linse welches man auf die Bilder anwenden kann. Dies wird aufgrund der fehlenden EXIF-Daten nicht automatisch erkannt. Man muss halt manuell das Objektiv auswählen - also kein Beinbruch.

In der Kamera muss man aber im Menü eine Anpassung vornehmen um mit diesem Objektiv arbeiten zu können. Standardmäßig ist die Software der Kamera so eingestellt, dass man ohne Objektiv nicht auslösen kann. Hat man also dieses Objektiv (oder irgend ein anderes manuelles Objektiv ohne Kontakte zur Kamera) auf der M3 dann kann man erstmal nicht fotografieren. Stellt man aber den Menüpunkt auf "deaktiviert" kann man ohne weitere Einschränkungen auch mit diesem Objektiv Spaß haben.



Zum manuellen Fokussieren kann man in der M3 das Fokuspeaking aktivieren. Hiermit ist das Scharfstellen auf das gewünschte Objekt recht leicht.



Ich habe die Linse nun ein paar Mal auf verschiedenen Wanderungen dabei gehabt und meine mir ein Bild von der Leistung der Linse erlauben zu können.

Verarbeitung
Das Objektiv ist rundum aus Metall gefertigt. Der Fokusring läuft weich und weit mit einem gewissen Widerstand. Der Blendenring ist mit halben Blendenstufen gerastert. Das ist zwar nicht schlimm aber ungewohnt - deswegen finde ich es Erwähnenswert. Am Bajonett gibt es keine Gummilippe, wie man sie von anderen Objektiven vielleicht kennt. Somit ist es zum Kamerabody hin nicht Spritzwasser- oder Staubgeschützt. Das Objektiv selbst ist auch nicht abgedichtet. Die Sonnenblende ist aus Kunststoff gefertigt wirkt aber nicht Billig. Das Samyang macht somit einen grundsätzlich wertigen Eindruck.

Schärfe
Hier hat Samyang gute arbeit geleitet. Die Bilder sind für meine Ansprüche scharf. Die von mir gemachten Landschafts- und Detailaufnahmen waren immer in Ordnung.

Sonnenstern
Das Objektiv hat sechs Blendenlamellen und erzeugt somit einen sechseckigen Stern an Spitzlichtern. Ab Blende 5.6 werden sie Stahlen deutlich sichtbar. Sie sind nicht spitz zulaufend sondern eher verwaschen und breit auffächern.

Sonnen- bzw. Blendenstern bei f/8.0

Sonnen- bzw. Blendenstern bei f/8.0

Lensflare
Tja - und hier leistet sich das ansonsten recht gute Objektiv einen ganz schönen Patzer. Wenn man die Sonne (oder andere Spitzlichter) im Bild hat, erzeugt das Objektiv einen sehr deutlichen, je nach Position im Bild, unterschiedlich großen bunten Lensflare. Das ist sehr ärgerlich, da man in der Landschaftsfotografie eigentlich immer irgendwelche Spitzlichter im Bild oder am Bildrand hat.





Ist das nun das K.-o.-Kriterium für dieses Objektiv?

Fazit
Am Ende ist die Fotoausrüstung für eine Alpenüberquerung eher ein Kompromiss aus Größe und Gewicht. Hier kann die M3 mit ihren ca. 360 Gramm sicherlich sehr gut punkten. Die EOS-M Objetive von Canon überzeugen mich in Sachen Verarbeitung und Lichtstärke aber bisher nicht so recht. Deswegen habe ich mich auch nach etwas Anderem umgesehen.
Das Samyang ist sicherlich auch nicht das gelbe vom Ei. Es hat zwar eine komfortable Größe, ein geringes Gewicht von nur 245 Gramm und auch eine attraktive Brennweite und Lichtstärke für die Landschaftsfotografie. Die Farbwiedergabe ist in Ordnung und die Schärfe ist top. Aber die Lensflareanfälligkeit und die damit verbundene Bildstörung sind schon sehr unangenehm. Klar - mit einem fotografischen Trick kann man die Lensflares auch entfernen - brauch dafür aber mindestens zwei Fotos und hat im Nachhinein immer die Bildbearbeitung.
Und somit kommen wir nun wieder zum Kompromiss - kann man bzw. kann ich mit diesem Kompromiss leben...? Gibt es überhaupt ein besseres Objektiv für die EOS-M...? Sollte ich eventuell die M3 aus der Überlegung herausnehmen und mir ein Modell der PowerShot G Serie mal genauer anschauen?

Was ist eure Meinung bzw. was könntet ihr mir empfehlen. Bitte schreibt es mir in den Kommentaren.

Dienstag, 24. Oktober 2017

eine Kamera für die Alpenüberquerung

...EOS-M3, das iPhone oder was ganz anderes...

Bei der ganzen Planung für meine Alpenüberquerung muss natürlich auch die fotografische Dokumentation dieser berücksichtigt werden.

Auf der einen Seite möchte ich natürlich die besten Bilder zur Erinnerung an dieses Abenteuer haben. Ich weiß aber auch, dass ich auf dieser Wanderung weder meine DSLRs noch alle Objektive mitnehmen kann. Also heißt es Kompromisse machen und Kompromisse führen dazu, dass man die Wohlfühlzone verlassen muss.


In meinem Fall möchte ich die möglichst größte Bildqualität aber immer mit der Einschränkung, dass die gesamte Ausrüstung (Kamera, Objektiv, Akkus, Stativ) nicht mehr als 2 Kilo wiegen soll. Natürlich möchte ich auch keine Unsummen ausgeben um an das gewünschte Ziel zu kommen.

Bei der ganzen Überlegung bin ich dann irgendwann auf die Idee gekommen, die EOS-M3 meiner Frau zu verwenden. Mit nur ca. 360 Gramm macht die M3 einen schlanken Fuß. Gleichzeitig ist die Bildqualität sehr gut und ich müsste dafür auch nicht mehr viel investieren.
Als einen Gegenkandidat habe ich mal das iPhone aufgestellt. Mit diesem werden die Bilder mittlerweile auch ganz brauchbar. Es ist klein, leicht und sowieso dabei. Problem ist eigentlich nur der beschränkte Speicherplatz.
Als dritten Kandidaten gebe ich PowerShot G1 X III in den Vergleich. Die Kamera wurde erst vor kurzem vorgestellt und ist erst ab November verfügbar - aber die technischen Daten sind sehr interessant und vielversprechend.

Um nun dem Ganzen ein paar mehr Argumente zu liefern bastel ich mir hier eine Pro/Kontra Liste zusammen.

iPhone iPhone mit Lightroom EOS M3 PowerShot G1 X Mark III
Sensor 12 MP 12 MP 24 MP 24 MP
Aufnahmeformat JPG RAW & JPG RAW & JPG RAW & JPG
Speicher Festspeicher / mit USB-Stick erweiterbar Festspeicher / nicht erweiterbar SD-Karten / erweiterbar SD-Karten / erweiterbar
Investition vorhandenvorhanden vorhanden neu 1.200,- Euro
Objektiv Festbrennweite ca. 29mm
fest verbaut
Festbrennweite ca. 29mm
fest verbaut
Wechselobjektiv nach Wahl Zoomobjektiv ca. 24 - 72mm fest verbaut
Gewicht ca. 140 Gramm ca. 140 Gramm ca. 360 Gramm ohne Objektiv ca. 400 Gramm inkl. Objektiv
Stromversorgung Akku, kann über PowerBank geladen werden Akku, kann über PowerBank geladen werden Akku Akku, kann über PowerBank geladen werden
Sucher nein nein nein ja
Bildstabilisator nein nein nein ja
Staub und Spritzwasserschutz ja ja nein ja

Da Bilder mehr sagen als viele vergleichende Parameter, habe ich bei einer meiner letzten Touren das selbe Motiv mit der M3 und dem iPhone fotografiert (durch die aktuelle Verfügbarkeit kann die PowerShot zu diesen Tests nichts beitragen - ich schließen aber auf die selbe Qualität der Bilder analog zur M3). Die M3 lieferte mir ein sehr gutes klares Bild welches aber in Lightroom bearbeitet werden musste.

Panorama aus der M3 (zwei RAW-Einzelaufnahmen mit dem Samyang 12mm)

Das iPhone lieferte mir leider nur eine JPG-Datei. Auch sind die Farben und Details im Vergleich nicht wirklich gut.

Panorama aus dem iPhone (JPG aus der Apple-Software)

Aber hat dann das iPhone überhaupt noch eine Chance..? Meiner Meinung nach ja - aber nicht mit der Apple eigenen Fotofunktion. Meine App der Wahl ist derzeit Lightroom. Mit ihr kann ich qualitativ sehr hochwertige DNG-Dateien erstellen die sehr gut bearbeitbar sind. Leider habe ich aber noch keine Lösung dafür gefunden, die erstellten Bilder mit dieser App auf ein externes Medium wie zum Beispiel den SanDisk iXpand zu übertragen.


Deswegen würden alle Bilder über die gesamte Tour auf dem einen Gerät liegen, dessen Speicherplatz mit 64 GB (mehr hat mein Handy nicht) limitiert ist. Trotzdem stelle ich mich dem Vergleich und werde bei der nächsten Gelegenheit darüber berichten.

Fazit
Ich denke ich wäre ich mit den Bildern des iPhones aus Lightroom zufrieden. Trotzdem ist da noch das Problem mit dem Speicherplatz. 64 GB sind zwar eine Menge - aber mit einer DNG-Datei mit ca. 45 MB Größe wird dieser nicht lang halten. Alternativ könnte ich auch das Gerät gegen ein aktuelles Modell mit mehr Speicher austauschen. Die Bilder aus der M3 sind klasse. Leider ist die Objektivauswahl sehr klein und wirklich gute und lichtstarke Objektive gibt es nicht. Die EF-M Objektive finde ich eher durchschnittlich und von den Fremdherstellern hat nur Samyang ein interessantes Objektiv im Sortiment - das Samyang 12mm f/2.0.

Habt ihr noch Ideen oder Vorschläge. Kennt ihr Apps zum Fotografieren mit dem iPhone die die selbe Qualität wie die Lightroom-App liefern aber die erstellten Bilder auslagern können? Schreibt mir eure Vorschläge in die Kommentare.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Berge, Herbst und Wasser

...alles in einem Bild...

Okay - das ist ja auch nicht schwer.

Das Bild ist ein vertikales Shift-Panorama. Mit einer einzelnen Aufnahme wäre das Bild mit 24mm nicht machbar gewesen. Klar hätte ich auch das 16-35 auf die Kamera setzen können - aber wenn man schon das Tilt-Shift hat, sollte man es auch mal benutzen :-)


Der Vorteil ist halt, dass die Auflösung doppelt so hoch ist wie mit einer Einzelaufnahme und man dadurch mehr Details sieht bzw. größere Ausbelichtungen machen könnte.